
Die Kommunikation von Paaren ist ein häufiger Grund für Beziehungsstress.
Es ist Zeit, die Kunst des Miteinanderredens und Miteinanderstreitens zu erlernen.
Wie oft hatten wir eine Meinungsverschiedenheit und haben später festgestellt, dass wir einander falsch verstanden haben? Wie oft ist es vorgekommen, dass wir zu wissen meinten, was unser Partner sagen wollte, sich aber später herausstellte, dass wir falsch lagen? Und wie Oft gab es Reiberein, weil wir meinten es besser als der andere selbst zu wissen, was er sagen wollte.
Konflikte entstehen, weil Wörter oder Sätze anders aufgefasst werden als sie gemeint waren. Da alles was wir sagen, auf unterschiedliche Arten verstanden werden kann, kann es auch so leicht schiefgehen.
Es gibt Kommunikationstechniken, die uns dabei helfen können gut miteinander umzugehen.
Zuhören:
Versuchen wir, so zuzuhören, wie wir es uns umgekehrt von unserem Partner wüschen.
Wir geben uns also Mühe, uns beim zuhören ganz auf den anderen zu konzentrieren.
Wir schieben unsere eigenen Sichtweisen, unsere Sehsüchte, Bedürfnisse und Lösungsvorschläge in dieser Phase des Gesprächs beiseite.
Zusammenfassen:
Wir hören besser zu, wenn wir ab und zu versuchen, das Gehörte kurz zusammenzufassen: „Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sagst du……“
Denn nur wenn wir uns auf unseren Partner konzentrieren werden wir eine gute Zusammenfassung liefern können, dann hat das Gehirn keine Zeit mehr für anderes.
Ich fühle was, was Du nicht fühlst:
Und nun?
Wir selbst sind auch noch da.
Wie können wir unsere Gefühle so ausdrücken, dass unser Partner auch wirklich zuhört?
„Ich fühle“- Sätze sich sehr hilfreich wenn wir unsere Gedanken und Gefühle in Worte fassen möchten.
Bsp.: „Ich fühle mich allein“ oder „ich bin frustriert“.
Es ist viel wahrscheinlicher, unsere Partner mit diesen Sätzen zu erreichen als mit Sätzen wie „Du bist falsch“ oder „Du liebst mich nicht“.
Manche Menschen glauben, dass sie Ihre Gefühle ihrem Partner gegenüber nicht äußern müssen, weil sie denken: „Wenn der andere mich liebt, dann muss er meine Gefühle kennen.“
Leider ist genau dies ein Irrtum! Wir sind alle keine Hellseher.
Wenn wir selbst nicht sagen was wir fühlen, wird unser Partner unsere Gefühle nur selten erraten können.
Streichelnde oder schmeichelnde Worte:
Das beinhaltet, dass wir dem anderen wohlgesonnen sind, so frustriert oder gereizt wir uns auch fühlen mögen. Es ist die Art und Weise wie wir mit unserem Partner sprechen, diese lässt Zuneigung und Liebe spüren. Für eine gute Beziehung ist das unumgänglich. Wir können den anderen nicht verletzen und als Dank dafür Liebe erwarten.
Bsp.: „Ich bin jetzt wütend auf dich, aber ich möchte dich nicht missen.
Vorwürfe in Wünsche verwandeln:
Wenn wir unserem Partner unsere Wüsche deutlich darlegen kann es der Auftakt für etwas Schönes sein.
Jetzt verstehe ich Dich.
Dieser Blog enthält Auszüge und Zusammenfassungen aus dem Text der Zeitschrift Psychologie Heute die aus dem Buch von Huub Buijssen „Jetzt verstehe ich Dich“ stammen.